Epic Games: Schnappt sich Musik-Plattform Bandcamp



Epic Games nimmt das Unternehmen Bandcamp unter seine Fittiche und schnappt sich damit schon die zweite Musik-Firma. Bereits im November letzten Jahres hat man die Rock-Band-Entwickler Harmonix gekauft, um u.a. die erfolgreichen Konzerte aus Fortnite weiter auszubauen bzw. zu verbessern. Mit der Musikplattform Bandcamp verfolgt man jedoch eine andere Vision.

In einem Blogpost spricht die US-amerikanische Musikplattform über die Übernahme und versichert zunächst, dass sie ihr bisheriges Tagesgeschäft beibehalten wird. Bandcamp ist ein Marktplatz für Musiker aller Genres, die sich dadurch auszeichnet, dass die Urheber laut eigenen Angaben im Durchschnitt 82 % ihrer Einnahmen aus den Verkäufen erhalten. Das 2008 gegründete Unternehmen erhofft sich durch die Übernahme Epics die Möglichkeit, international zu expandieren und ihren Service weiter ausbauen zu können. Der Grund für dies Akquise ist laut Epic Games, dass sie mithilfe der Plattform ihre Vision verwirklichen wollen, einen Marktplatz für kreative Köpfe aufzubauen. Bei diesem Marktplatz soll es sich um ein geschlossenes Ökosystem für Technologie, Spiele, Kunst, Musik und vieles mehr handeln.

“Die Mission von Bandcamp ist, dabei zu helfen, die heilende Kraft von Musik zu verbreiten, indem wir eine Community aufbauen, in der Künstler durch den direkten Support ihrer Fans wachsen”, sagt der Bandcamp CEO Ethan Diamond in einem Statement. “In Epic haben wir einen Partner gefunden, der wahrhaftig an uns und die Zukunft der Musik und Kunst selbst glaubt […]”, führt er sein Statement fort. Steve Allison, Vizepräsident und General Store Manager bei Epic Games zeigt sich beindruckt: “Bandcamp hat eine großartige Community und Geschäftsmodell aufgebaut, welches aufstrebenden Künstlern ermöglicht, erfolgreich zu werden, dank der direkten Unterstützung durch ihre Fans, mit einem der besten Einkommens-Modelle und Geschäftsbedingungen in der Musik-Industrie. Diese [Werte] decken sich mit Epics Ansatz, Künstler in allen Medien-Bereichen zu unterstützen und es ihnen zu ermöglichen, in direkten Austausch mit ihren Fans zu treten.“