Klage wegen Mikrotransaktionen und Lootboxen in NBA 2K



WIe PC Gamer berichtet, ist Take Two Interactive derzeit mit einer Klage konfrontiert, die die Existenz von Lootboxen und der virtuellen Whrung in NBA 2K zum Thema hat. Die Klage bezieht sich dabei nicht auf den neusten Teil NBA 2K22 im Speziellen, sondern auf die Serie als Ganzes und kritisiert dabei, dass die Titel bereits fr einen Vollpreis gekauft werden mssen und Spieler schlielich ermuntern, noch mehr Geld in die virtuelle Whrung des Spiels zu stecken.

“Das Vollpreismodell, mit welchem Kunden NBA 2K kaufen, um Zugriff auf den Inhalt zu erhalten, ist irrefhrend, da Kunden so glauben, dass sie eine umfassende Spielerfahrung haben werden, nur um festzustellen, dass das Spiel mit Miktrotransaktion vollgemllt ist, die notwendig fr Spieler, auch Minderjhrige, sind, um im Spiel voranzukommen und [mit] [anderen] zu konkurrieren.”, so ein Auszug aus der Klage. Weiterhin wird behauptet, dass es nicht nur die reine Anwesenheit von Mikrotransaktion ist, die das Spiel problematisch machen, sondern die Art und Weise, wie Take Two die Inhalte vermarktet. So soll es ein “schwieriger, zeitaufwendiger und wenig verlsslicher Prozess” sein, die Spielwhrung zu verdienen, weshalb Spieler quasi gezwungen werden, die Whrung fr Echtgeld zu kaufen. Dabei werden sie von Rabatten auf groe Mengen noch weiter zum Kauf verleitet.

“Dieser Umstand ist besonders bei Minderjhrigen vorherrschend, die noch kein angemessenes Verstndnis ber die Korrelation von ausgegebenem Geld aus der echten Welt und virtueller Whrung haben”, so die Klger. “Diese Transaktionen sind besonders kostspielig, da der Spieler bis zu 99,99 US-Dollar ausgibt, um das [Basis]spiel zu kaufen und dann auch noch gezwungen ist Mikrotransaktionen abzuschlieen, die die Gesamtkosten, um ein einziges Videospiel zu spielen exorbitant in die Hhe schieen lassen.” Auerdem werden die bei der virtuellen Whrung fehlenden Rckerstattungs-Richtlinien kritisiert. Der fragwrdige Umgang mit Minderjhrigen ist eine Konstante, die sich in den meisten Punkte der Klageschrift wiederfindet.

Im Fokus der Klage stehen auch Lootboxen selbst. Sie spricht davon, dass jede Box zufllig ausgewhlte Gegenstnde enthlt und die Wahrscheinlichkeiten dahinter verborgen blieben und so den Spieler dazu “verleiten, immer mehr zu kaufen – in der Hoffnung, dass die nchste Lootbox mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit den Gegenstand oder Spieler beinhaltet, den man sucht.” Die Klage wurde in diesem Fall von einem Minderjhrigen (vertreten durch einen Erziehungsberechtigten) eingereicht, wobei derzeit versucht wird, eine Sammelklage zu starten.

Die Klage fordert tatschlichen und kompensierenden Schadenersatz, der in einem Gerichtsverfahren festgelegt werden soll, doch der Klger sagt selbst: “Ein Schadensersatz bis zu einer Summe von 5 Millionen Dollar ist plausibel” – natrlich ist diese Summe exklusive der Kosten des Verfahrens. Insbesondere Lootboxen stehen immer wieder in der Kritik und wurden in Lndern wie Belgien und der Niederlande mittlerweile als Glcksspiel deklariert und komplett verboten.