Übernahme-Deal des Prozessor-Herstellers ARM im Wert von 40 Milliarden US-Dollar ist offiziell geplatzt



Nvidia hat endgültig den Versuch aufgegeben, den Prozessor-Fabrikanten ARM von SoftBank zu akquirieren. Der Grafikkarten-Riese veröffentlichte ein Statement, in dem er den Übernahme-Deal in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar für gescheitert erklärt. Jedoch wird Nvidia für die nächsten 20 Jahre weiterhin ein Lizenznehmer von ARM sein, wie PC Gamer berichtet. Nvidia-CEO Jensen Huang spricht bei ARM von der “wichtigsten CPU-Architektur des nächsten Jahrzehnts”. Anstatt in Nvidias Besitz überzugehen, bestätigte SoftBank, dass ARM ein börsennotiertes Unternehmen werden wird. Zusätzlich wurde dort ein neuer CEO installiert. Rene Haas wird von nun an die Geschäfte bei ARM leiten.

Bevor er 2013 zur Firma stieß, war er sieben Jahre als Vice President und General Manager bei Nvidia – ausgerechnet. Haas spricht von einer einzigartigen Möglichkeit, den Fokus der Firma unter anderem auf AI, Cloud sowie das Metaverse auszurichten. Softbank als Besitzer von ARM hat bereits 1,25 Milliarden Dollar von Nvidia erhalten. Dieses Geld wurde als Vorschuss gezahlt und muss trotz des geplatzten Deals nicht zurückgegeben werden.

Der Übernahme-Deal war bis hierhin bereits ein steiniger Weg für Nvidia und stand unter keinem guten Stern. Das US-amerikanische Kartellamt FTC wollte den Deal blockieren und auch die Behörden des Vereinigten Königreichs untersuchten den Deal kritisch. Die europäischen und chinesischen Behörden waren ebenfalls nicht gerade angetan. So entschied Nvidia schließlich, wegen der schlechten Erfolgsaussichten den Deal lieber platzen zu lassen.